Betriebswirtschaftliche Schwerpunkte

Das Studium Gesundheitsmanagement soll vorrangig auf Tätigkeiten in Führungsebenen von Organisationen und Unternehmen des gesamten Gesundheitssektors vorbereiten. Ein starkes Gewicht liegt deswegen auf dem Aufbau betriebswirtschaftlicher Kenntnisse. Zum größten Teil stammen die betriebswirtschaftlichen Studieninhalte aus den Bereichen:

  • Personalwesen,
  • Rechnungswesen und Controlling,
  • Marketing und Kommunikation,
  • Strategisches Management,
  • Business Development,
  • Medienmanagement sowie
  • Informatik.

Insbesondere im Bereich der Masterstudiengänge profitieren Studieninteressierte von der in den letzten Jahren erfolgten Professionalisierung des betriebswirtschaftlichen Wissens, das sich für bestimmte Branchen und Zielgruppen ausdifferenziert hat. Betrachtungsweisen und Methoden, die Eigendynamiken und historische Gegebenheiten bestimmter Arbeitsfelder berücksichtigen, werden mit zielgerichteten Theorien in der Praxis wirkungsvoller operationalisiert.

Als Nebeneffekt lernen Studierende im Gesundheitsmanagement außerdem wichtige volkswirtschaftliche Zusammenhänge, die für Konzeptionen und langfristige Pläne relevant sind. Auch die Grundkenntnisse politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, die die Gestaltungsoptionen im Gesundheitswesen ordnen und limitieren, werden in speziellen Studienmodulen behandelt.

Praxisrelevante sozialwissenschaftliche Hintergründe

Für die Konzeption von Programmen und Maßnahmen im Gesundheitswesen ist auch die Fähigkeit der Analyse gesellschaftlicher Prozesse wichtig. Historische Hintergründe und soziologische Methoden erleichtern die Planung von Dienstleistungen und notwendigen Programmen der Gesundheitssicherung. Durch die solide Vorarbeit und Evaluation mit sozialwissenschaftlichen Instrumenten steigen die Akzeptanz in den Zielgruppen und die Effizienz. Aus diesem Grund ist die Vermittlung sozialwissenschaftlicher Kompetenzen in vielen Studienprogrammen des Gesundheitsmanagements ein wichtiger Studienbestandteil.

Individuelle soziale Fähigkeiten zählen zu diesem Komplex der gesellschaftswissenschaftlichen Kompetenzen:

  • Analyse individueller sozialer Situationen,
  • Kommunikationsfähigkeiten,
  • Führungskompetenzen und
  • Rhetorik

bilden die Grundlagen persönlicher Fertigkeiten, die für die Erfüllung verantwortungsvoller Aufgaben notwendig sind. Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenzen können fakultativ in weiteren Modulen ergänzt werden.

Organisatorische Kompetenzen für das Gesundheitsmanagement

Branchentypische Besonderheiten stehen im Mittelpunkt beim Aufbau organisatorischer Kompetenzen. Nicht zuletzt aktuelle Instrumente aus dem Projektmanagement sowie Grundkenntnisse des Praxis- oder Klinikmanagements werden anschaulich und mit praktischen Übungen vermittelt. Auch die Bedeutung des Workflow-Managements und des Qualitätsmanagements werden den Studierenden in Grundzügen nähergebracht.

Im Zusammenhang mit eher operativen Aufgabenfeldern, die auch organisatorische Skills erfordern, erwerben Studierende im Bachelor- oder Masterstudium des Gesundheitsmanagements zusätzlich grundlegendes Fachwissen aus den Fachbereichen, die im Gesundheitswesen relevant sind:

  • Medizin (Anatomie, Prävention, Diagnostik, Rehabilitation)
  • Ökotrophologie (Ernährungspläne, Prophylaxe)
  • Sportwissenschaft (Trainingslehre, Therapieverfahren, Gesunderhaltung)
  • Kommunikationswissenschaft (Präsentation, Moderation)
Anzeigen
Wie hat Ihnen diese Seite gefallen?